Allergietests: Dem Täter auf der Spur

Alles über Allergietests

Allergietest - Informationen und mehr

Die Nase juckt, die Augen tränen und man weiß einfach nicht warum. Laut einer Studie der Deutsche Dermatologische Gesellschaft aus dem Jahr 2012 leiden 35% der Menschen in Deutschland an einer Allergie. Am häufigsten kommen Heuschnupfen vor, gefolgt von Hautausschlägen wie Neurodermitis und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Bei Verdacht auf eine Allergie kommt ein Allergietest ins Spiel. Dieser kann nachweisen, ob eine Allergie vorliegt oder nicht. Von Online-Test über den Allergieselbsttest für Zuhause bis hin zu Bluttest beim Arzt, die Testmöglichkeiten um allergische Reaktionen nachzuweisen sind vielfältig. Allergietest-Online.de stellt die gängigsten Allergietests vor und erklärt wie diese durchgeführt werden und welche Stärken und Schwächen sie gegenüber andere Testverfahren besitzen.


Welche Allergie hast du? Teste es hier!

Die Symptome einer Allergie sind nicht immer so schlimm, dass man gleich auf eine allergische Reaktion schließt. Oft können allergische Reaktionen mit anderen Krankheitsbilder verwechselt werden. Es empfiehlt sich daher bei konkretem Verdacht, einen Allergietest durchzuführen. Der auf allergietest-online.de Online-Allergietest dient als erster Anhaltspunkt, ob eine Allergie überhaupt in Betracht gezogen werden muss. Dieser ersetzt aber natürlich keinen echten Allergietest.


Weltweite Verbreitung von Allergien

Statistik: Weltweite Verbreitung von Allergien | Statista
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Allergietestverfahren

Allergien können über verschiedene Testverfahren nachgewiesen werden. Nachfolgend werden drei Verfahren kurz angeschnitten, mit einem Klick erfährt man mehr darüber.

In-vitro

Antikörper werden per Bluttest oder Entzündungsmaker.
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Hauttests

Ein Allergenextrakt direkt über die Haut injeziert bzw. in Verbindung gebracht. Mehr ...

Provokationstests

Gezielte (provozierte) körperliche Reaktion auf ein Allergen.
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In-Vitro Testverfahren

Der Begriff in Vitrokommt aus dem lateinischen und bedeutet im Glas. So spielen sich In-Vitro Testverfahren auch vorzüglich im Labor statt. Eine Allergie soll hier über eine Analyse des Bluts des Patienten stattfinden. Bei solchen Verfahren geht es um die Bestimmung von sogenannten freien IgE-Antikörper. Es kann entweder der Gesamt-IgE Spiegel gemessen werden oder es kann ein Nachweis von spezifischen IgE-Antikörper vorgenommen werden. Zu beachten ist dabei, dass ein erhöhter Gesamt-IgE-Wert nicht unbedingt auf eine allergische Erkrankung hinweisen muss, da auch andere Erkrankungen oder sogar ein Parasitenbefall den Wert nach oben treiben können.

Es gibt verschiedene Messmethoden, darunter fallen:

  • FEIA (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay)
  • EIA (Enzym-Immunoassay)
  • RIST (Radio-Immuno-Sorbens-Test) – veraltet
  • RAST (Radio-Allergo-Sorbens-Test) – veraltet

Neben der Bestimmung von Antikörpern zählen zu den In-Vitro-Verfahren auch Bestimmungen Entzündungsmarkern (z.B. Histamin und Leukotriene) und auch zelluläre Tests.

Hauttests

Bei Hauttests bringt man das vermutete Allergen entweder direkt auf die Haut aufgetragen. Das bekannteste Verfahren dürfte der Pricktest sein. Hier gibt man verschiedene Allergenextrakte auf die Innenseite des Unterarms auf. Anschließend wird der Bereich mit einer Lanzette leicht angestochen, sodass die Substanz in die Oberhaut eindringen kann. Wie bei anderen Hauttests auch, wartet man anschließend ob sich eine Reaktion, wie Rötungen oder Quaddeln, auf der Haut bemerkbar machen. Ein ganz ähnlicher Hauttest ist der Reibetest. Dieser eignet sich für den Nachweis von Typ-1-Allergien. Bei diesem Test wird die Haut zunächst oberflächlich angeritzt, ehe das zu Testende Allergen eingerieben wird. Auch hier wird wieder Untersucht, ob sich eine Reaktion auf der Haut zeigt. Weitere Hauttests sind:

  • Intrakutantest
  • Epikutantest
  • ROAT - Repeated Open Application Test
  • Atopie-Patch-Test

Provokationstest

Beim Provokationstest wird das Immunsystem direkt mit dem vermuteten Allergen konfrontiert. Im Normalfall findet ein Provokationstest nach Haut- und Bluttest statt, nämlich dann wenn die Ergebnisse nicht eindeutig sind. Unter strenger medizinischer Kontrolle beim Arzt kommt man mit dem Allergen in immer höher werdenden Dosen in Kontakt. Die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks ist dabei immer gegeben, weshalb dieser Allergietest eher selten durchgeführt wird.

Man unterscheidet zwischen dem

  • nasale Provokationstest
  • bronchiale Provokationstest
  • orale Provokationstest
  • konjunktivale Provokationstest
  • subkutane Provokationstest
  • Stich-Provokationstest

Wer sollte einen Allergietest durchführen

Grundsätzlich sollte jeder einen Allergietest durchführen, bei dem der Verdacht auf eine Allergie besteht. Doch obwohl die Anzahl an Allergikern steigt, besitzen doch deutlich mehr Menschen den Verdacht an einer Allergie zu leiden, als dass das tatsächlich der Fall ist. Bei einer Lebensmittelallergie kommt das European Food Information Council (EUFIC) beispielsweise zu dem Schluss, dass zwar eine von drei Personen glaubt an dieser Allergieform zu leiden, tatsächlich aber nur rund 2% der erwachsenen Bevölkerung und 3 bis 7% der Kinder betroffen sind.

Welche Allergietests gibt es

Neben den unterschiedlichen Verfahren an Allergietests, wie Bluttests oder Hauttests, kann man Allergietests auch darin unterscheiden, welche Allergie mit dem Test denn genau nachgewiesen werden sollen. Dementsprechend gibt es tausende Allergietests, bei einer vermuteten Milchallergie, würde man beispielsweise zum Milchallergietest greifen, bei einer möglichen Ei-Allergie zu einem Ei Allergietest. Die Testverfahren sind dabei immer identisch, lediglich die verwendete Substanz ändert sich.