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Ei Allergie

Eine Ei Allergie bzw. Hühnerei-Allergie oder korrekter Hühnereiweißallergie tritt vor allem in den jungen Jahren bei Säuglingen und Kindern auf. Ei Allergien sind auch häufig keine permanente Allergien, sondern sie vergehen mit den Jahren. Im Erwachsenenalter ist eine Hühnereiallergie eher selten.

Auch wenn der Name es nicht suggeriert, so ist man bei einer Ei Allergie nicht gegen das Ei an sich allergisch, sondern um genau zu sein gegen das Eiweiß darin. Dabei besteht keine generelle Allergie gegen Eiweiß, sondern gegen bestimmte Eiweiße von verschiedenen Nahrungsmitteln. Die korrekte Bezeichnung ist deshalb auch Hühnereiweißallergie, auch wenn sich im Sprachgebrauch der allgemeine Begriff Ei Allergie durchgesetzt hat. Die Allergene können im Hühnerei sowohl im Eiklar (Eiweiß) als auch im Eidotter (Eigelb) sitzen. Im Eiklar sind allerdings mehr Allergene zu finden als im Eidotter. So finden sich im Eiklar unter anderem Ovomukoid, Ovalbumin, Ovotransferrin und Lysozyme, die für eine allergische Reaktion des Körpers verantwortlich sein können. Die Hauptallergene im Eigelb sind hingegen Albumin und YGP42.1 Die Stoffe haben unterschiedliche Eigenschaften, sodass manche von ihnen hitzestabil sind, andere wiederum hitzelabil. Ist beispielsweise das hitzelabile Ovalbumin das entsprechende Allergen, dann kann dieses nach dem Erhitzen für einen Ei-Allergiker ungefährlich werden.

Diese ganz spezielle Nahrungsmittelallergie wird meist nicht sofort diagnostiziert, sondern oft erst über Umwege. Nachfolgend werden die Symptome aufgelistet, die für eine Hühnereiallergie sprechen können.

Symptome der Ei Allergie

Zu den Symptomen einer Ei Allergie zählen unter anderem::

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • juckender Hautausschlag

Ei Allergie Test

Eine Ei Allergie kann man durch verschiedene Testverfahren herausfinden. Oft zum Einsatz kommt der sogenannte Pricktest, aber auch Bluttest sind keine Seltenheit. Ab und an greift man auch auf einen Provokationstest zurück, um die Ergebnisse von vorangegangenen Tests und Beobachtungen zu bestätigen.

Der Pricktest zählt sich zu den Hauttests, bei denen der behandelnde Arzt eine Allergenlösung tröpfchenweise auf den Unterarm gibt. Anschließend werden diese Stellen mit einer feinen Lanzette kurz angestochen, damit die Lösung unter die Haut gehen kann. Nun wird abgewartet, ob die Haut eine Reaktion zeigt, z.B. in dem sich Quaddeln bilden oder die Haut sich verfärbt. Sollte sich keine Reaktion zeigen, dann kann eine Hühnereiallergie ausgeschlossen werden. Bei einer Reaktion hingegen kann nicht automatisch auf das Vorliegen einer Allergie geschlossen werden. Eine gründliche Anamnese ist deshalb ebenfalls sehr wichtig.

Ebenfalls häufig wird ein Bluttest durchgeführt. Dabei wird das Blut nach speziellen IgE-Antikörpern durchsucht. Werden diese im hohen Maße gefunden, dann kann dies auf eine Ei Allergie hinweisen, ein Beweis ist es aber noch nicht. Nur im Kontext mit beobachteten Symptomen und evtl. weiteren Tests kann eine eindeutige Diagnose erstellt werden.

Bluttests auf eine Ei Allergie können auch Zuhause alleine ohne Arzt durchgeführt werden. Im Internet kann man sich beispielsweise Allergie-Selbsttests kaufen, bei denen man sich selbst ein paar Tropfen Blut aus dem Finger entnimmt. Anschließend werden diese in eine Testlösung gegeben und nach einige Minuten kann man ablesen, ob eine Ei Allergie vorliegen könnte oder nicht. Bei einem positiven Ergebnis muss aber dennoch ein Arzt konsultiert werden, da das Ergebnis alleine noch keine Allergie eindeutig beweist.

Therapie

Generell gilt bei Nahrungsmittelallergien das betroffene Nahrungsmittel, das die allergische Reaktion auslöst, bei einer Ei Allergie also das Ei, zu vermeiden. Das hört sich oft leichter an als gesagt, da das Ei in vielen Lebensmitteln verarbeitet ist, an die man zuerst gar nicht denkt. So dienen Eier heutzutage als Binde-, Lockerungs- oder auch Dickungsmittel (z.B. in Kuchen, Teig- und Backwaren, Saucen, Mayonnaise, Brühen ...). In den Zutatenlisten taucht das Ei auch nicht immer unter der Bezeichnung „Ei“ auf, sondern in den verschiedensten Variationen, wie beispielsweise Eiprotein, Eiöl, Flüssigei, Gefrierei, Trockeneiweiß, E322 Lecithin, E1105 Lysozym usw. Für eine Ernährungsumstellung müssen also erst einmal entsprechende Lebensmittel identifiziert werden. Anschließend müssen diese Produkte aus dem Speiseplan gestrichen werden. Ein bloßer Verzicht ist aber meistens nicht wirklich zielführend, da eine ausgewogene Ernährung weiterhin gewährleistet werden muss. Deshalb sollte man sich mit einem Ernährungsberater zusammensetzen.

Vogel-Ei-Syndrom

Unter dem Volgel-Ei-Syndrom („Bird-Egg-Syndrom“) versteht man eine Kreuzreaktion zwischen Eiallergenen und anderen Allergenen des Huhnes. Betroffene leiden also nicht nur durch den Verzehr von Hühnereier, sondern auch beispielsweise auch beim Verzehr von Hühnerfleisch oder auch beim Kontakt von Vogelfedern.

Eine sehr wirkungsvolle Therapie ist die sogenannte Hyposensibilisierung. Auch bekannt unter den Begriffen Allergieimpfung oder Spezifische Immuntherapie. Dabei wird dem Körper das entsprechende Allergen in steigender Dosis über einen längeren Zeitraum hinzugeführt. Abgezielt wird auf eine Gewöhnung an das Allergen, damit es nicht mehr zu der überschießenden Reaktion des Immunsystems kommt.

Quellen und Verweise

Allgemeiner wichtiger Hinweis:
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