Allergieforschung: Aktuelle Studien im Überblick

In Vergleich zu anderen Wissenschaftsdisziplinen ist die Forschung in Sachen Allergien in vielen Teilbereichen immer noch am Anfang. Insbesondere bei der Frage welche Ursachen Allergien haben bzw. welche Faktoren eine Allergie begünstigen herrscht noch Uneinigkeit. Nachfolgend werden deshalb aktuelle Studien kurz vorgestellt und zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass wir an dieser Stelle keinen allumfassenden Überblick über alle Studien aus dem Bereich der Allergieforschung vorstellen können, sondern lediglich einige ausgewählte.

Wie eine Studie der Europäischen Stiftung für Allergieforschung an der Berliner Charité belegt, können alte Apfelsorten Allergien lindern. Relevant ist das für alle Heuschnupfenpatienten, die im Laufe der Zeit eine Allergie gegen Äpfel entwickelt haben. So lindern laut der Beobachtungsstudie der Verzehr von alten Apfelsorten die Beschwerden bei dieser Gruppe. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass das regelmäßige Essen von allergenarmer Äpfel offenbar auch zu einer Toleranzentwicklung beiträgt. Zu besagten alten Apfelsorten gehören beispielsweise Alkmene, Eifeler Rambur, Goldparmäne Gravensteiner, Jonathan und Boskoop.

Quelle: ecarf.org

Eine Studie der britischen Organisation „Asthma UK“ hat gezeigt, dass Allergiker, die an Heuschnupfen leiden, in der Allergiezeit auf Alkohol verzichten sollten. Insbesondere Bier und Wein können die allergischen Reaktionen verschlimmern. Verursacher ist der darin enthaltene Stoff Histamin. Wer dennoch nicht auf Alkohol verzichten möchte, der sollten auf klaren Alkohol, wie Gin oder Wodka, zurückgreifen. Dieser enthält nämlich kaum oder keine Histamine und wird nicht mit Sulfiten konserviert. Nicht vergessen sollte man allerdings, dass Antiallergika und Antihistamine nicht in Kombination mit Alkohol eingenommen werden sollten. Im besten Fall verzichtet man also komplett auf den Alkohol.

Quelle: asthma.org.uk/

Der Darm rückt immer wieder in das Forschungsfeld der verschiedensten Medizinbereiche. Einige Forscher sind gar der Meinung, wenn es dem Darm gut geht, dann geht es auch dem Menschen gut. Genau darauf beruft sich nun eine neue Allergiestudie, die zur Erkenntnis gelangt, dass die Darmflora Allergien verhindern kann. „Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München konnten dieses Phänomen in Zusammenarbeit mit Kollegen der Technischen Universität München und des Institut Pasteur aufklären und zeigen, wie die Mikrobiota auf das Gleichgewicht des Immunsystems wirkt: Die Anwesenheit der Mikroben blockiert spezifisch jene Immunzellen, die für das Auslösen von Allergien verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science veröffentlicht.” Auch diese Studien bekräftigt die sogenannten Hygienehypothese.

Quelle: idw-online.de

Eine neue Studie von Forschern der Universität Göteborg (Schweden) könnte die Hygienehypothese weiter bekräftigen. Die Studie untersuchte 1.029 Kindern und konnte zeigen, dass in Familien in denen das Geschirr von Hand gespült werden muss, Allergien seltener auftreten als in Familien mit einer Spülmaschine. Das Ergebnis der Forscher lautet: Der Kontakt mit Mikroorganismen kann vor Allergien schützen.

Quelle: Apotheken Umschau (6/2015)



Allgemeiner wichtiger Hinweis:
Die auf dieser Seite aufgeführten Informationen wurden im bestem Gewissen nach dem aktuellen Stand der Forschung zusammengetragen und aufbereitet. Für eine Richtigkeit kann dennoch nicht garantiert werden. Deshalb dienen die Informationen auch nicht für eine Selbstdiagnose und ersetzen auf keinen Fall einen Arztbesuch. Darüber hinaus dienen die Artikel der allgemeinen Bildung und stellen keine Beratung für individuelle Fälle dar. Bei Fragen rund um Ihre Gesundheit ist der Arzt immer erster Ansprechpartner!